Kinder feierten die 5. Jahreszeit

Die Kinderfasnacht vom Schmutzigen Donnerstag in Sarnen galt dem Motto «Die vier Jahreszeiten». Und was haben diese gemeinsam? Den Regen.

Die Kinder liessen sich von der verbesserungsfähigen Witterung nicht aus der Fassung bringen und verkündeten kurzum die fünfte Jahreszeit – auch als Fasnacht bekannt. Die Kinder standen im Mittelpunkt des mit 26 Nummern bestückten Umzugs. Als Gastgeber wirkten Lälli-Zunftmeister Markus I. mit seiner Gattin Tanja. «Ich habe gestern bei der Zepterübergabe dem ‹Stapi› von Sarnen den Tarif erklärt: Ich habe Basel annektiert und der Morgestraich findet in Sarnen statt; ich habe umgehend Zölle von 39 Prozent beschlossen. Meine Regentschaft habe ich überdies bis nach dem Ende der Basler Fasnacht verlängert.»

Finale auf dem Dorfplatz

Den Kindern war’s egal. Hauptsache, der Schmudo gehörte ihnen! Bereits eine Stunde vor Umzugsbeginn begann sich auf dem Sammelplatz beim Schulhaus eine närrische Stimmung aufzubauen. Immer mehr bunte Gruppen mit teils kuriosen Vehikeln tauchten auf. Eisheilige und Eisköniginnen, Schneemenschen, Gärtner, Blumenkinder, Sonnenanbeter, Waldgeister, ein Seemanns-Chor, Nebelhornbläser und die vielen Bienenzüchter der Zunft begaben sich auf die Umzugsroute durchs Sarner Dorf. Eine stattliche Anzahl an Schaulustigen säumte die Strassen und geizte nicht mit Applaus. Schlussendlich traf sich Jung und Alt auf dem Dorfplatz zum närrischen Treiben.  Und Petrus liess es endlich trocknen.