So viel Gnade seitens des Wettergottes haben sich die Teilnehmenden am Sarner Umzug mit ihrer Kreativität und dem immensen Zeitaufwand für die Umsetzung redlich verdient. Was von einem, dem riskanten Wetter trotzenden, zahlreichen Publikum zu bestaunen war, stellte dank bunter Fröhlichkeit den willkommenen Kontrastpunkt zum eher tristen und zuweilen «gfürchigen» Geschehen beim Korso in der naheliegenden Fasnachtsmetropole dar. Das von «Markus 1» gewählte Motto «Die vier Jahreszeiten», entsprach ausserdem der Gemütslage des Zunftmeisters.
Zunftmeister in bester Gemütslage
«Ich bin vom Naturell her so gestrickt, dass ich gerne auf Leute zugehe und zusammen mit meiner Frau Tanja ganz viel Vorfreude in die närrischen Tage 2026 mitnahm», erklärte Markus Michel vor dem Umzugsbeginn in einem kurzen Gespräch mit unserer Zeitung. Was für Markus 1 wesentlich und motivierend war, ist die Tatsache, dass «überall, wo wir in diesen Tagen auftauchten, herzlich empfangen wurden und viel Freude verspürten. Zusammen mit Tanja durfte ich immer alles gemeinsam erleben», sagte Michel.
Unter den Gruppen und Guggen befanden sich zahlreiche Jubilare. Viele langjährige Protagonisten des Sarner Umzuges stellten einmal mehr den immensen Aufwand für ihre närrische Präsentation unter Beweis: So feierte etwa die Tschyfäräzunft Alpnach ihr Leben in allen Variationen und auf einer Länge von gut und gerne 100 Umzugsmeter. Die temperamentvollen Geissälpler aus Giswil versetzten die Zaungäste nach Pisa, Venedig und in eine Pizzeria – alles vertont mit der italienischen Nationalhymne. Die Tyyfels-Chrampfer aus Kerns befassten sich eingehend mit dem Flugplatz Kägiswil und der bald in unseren heimischen Luftraum eindringenden REGA. Und lobenswert präsentierten sich ausserdem die rund 15 Guugen – dies wieder vermehrt mit fantasievollen Grinden. In bester Erinnerung bleiben ebenso die zahlreichen Familiengruppen. Der bestens gelungene Fasnachtsdienstag endete mit närrischem Treiben auf dem Dorfplatz und der traditionellen Verbrennung der Hexe.